9 Tipps für einen schnellen Weg in eine finstere Depression

„Finde dich selbst, sei du selbst, akzeptiere dich“ an jeder Ecke des Internets, in jedem Lifestylemagazin liest man sie, die faden Ratgeber die uns den Weg zum glücklichsein aufzeigen wollen. Dabei sind Depressionen aktuell der hippste Scheiß den man haben kann! Das Kontrastprogramm zur Happinessbewegung.
Anti-Falten-Kuren, Botox Injektionen, Po-Implantate sind so 2009 – wer heute mitreden will benötigt ein psychisches leiden.

Depressionen

Eine neue Subkultur tut sich auf, die Depressiven – früher noch spöttisch als Emos abgetan sind die verlegenen Sensibelchen heute Sinnbild und Symptom unserer Gesellschaft.






Ich zeige dir wie du zum Mainstream Phänomen „Depression“ dazugehören kannst -> 9 effektive Methoden für einen zuverlässigen Weg in eine finstere Depression.

  1. Es gibt keine Herausforderungen, es gibt nur Probleme. Egal welche Herausforderungen auftreten, versuche es immer als Problem zu sehen. Steigere dich in alles hinein, egal wie banal es ist. Du willst spazieren gehen, kannst dich aber nicht entscheiden welche Schuhe du anziehen sollst? Bleib Zuhause!
  2. Sobald du dich für etwas entschieden hast, hinterfrage es so oft du kannst, das häufige Hinterfragen und Durchdenken hindert dich daran ins Handeln zu kommen und hilft dir im Denken zu bleiben. Kopfarbeit ist ein wichtiger Stützpfeiler der Depression. Versuche möglichst viel abzuwägen und zu denken.
  3. Isoliere dich! Der Mensch ist nicht für soziales Miteinander gemacht! Es hat sich als effektiv erwiesen jegliche Hilfsangebote von Freunden, Bekannten, Kollegen und vorallem von Familienmitgliedern konsequent zurückzuweisen. Lässt der Kontakt allmählich nach, heißt es, nicht nachlässig werden! Baue eine innere Haltung der Ablehnung und des Grolls auf. Stecke dein Festnetztelefon aus und blockiere all deine Kontakte auf deinem Handy. Am Besten wechselt du deine Handynummer ohne es jemandem mitzuteilen.
  4. Schafe dir ein Milieu der Dunkelheit. Zugezogene Rolläden und abgehängte Wanduhren helfen dir dabei den Tag Nacht Rhythmus zu verlieren. Schlafe sooft und soviel du willst. Die Farbe schwarz dominiert ab sofort dein Leben. Trage nichts helles und unter keinen Umständen etwas buntes! Geheimtipp: Setze auf Vantablack, das schwarzeste Schwarz.
  5. Befreunde dich mit Leuten auf Facebook mit denen du am wenigsten gemeinsam hast. Du magst keine Kinder? Wie wäre es mit einer innigen Facebook Freundschaft zu Torben & Ann-Kathrin die bereits seit der 5ten Klasse ein Paar sind und gerade ihr drittes Kind erwarten? Verwende die Funktion „Abonniert & als erstes Anzeigen“ damit du auch ja keinen Familienausflug der süßen Familie mit Ihren Bälgern mehr verpasst.
  6. Fast-Food und Extrem-Couching. Gesunde Ernährung und Sport können alles zunichte machen was du dir bisher erarbeitet hast. Schreibe dir die Telefonnummer deines Lieblings-Chinesens an deine Kühlschranktür. Gib dem Pizzalieferanten deinen Wohnungsschlüssel mit einem 100€ Vorschuss, so dass er dir einmal täglich eine Familienpizza direkt auf die Couch liefert. Wirf deine Sportschuhe und Sportklamotten in den Altkleidercontainer, so kommt erst garnicht die Versuchung auf aktiv zu werden.
  7. Wenn du ganz tief drin steckst, gib die Hoffnung auf. Du hast viel geopfert um so weit zu kommen, bleib am Ball und gib auf. Nur so kannst du langfristig der Depression eine Chance geben.
  8. Das Unglückstagebuch. Ein wichtiges Verhaltensmuster für das Erreichen der finsteren Depression ist die Fokussierung auf das Negative, egal wie banal die negativen Erlebnisse sind, versuche sie festzuhalten und maximal aufzublähen. Ein Unglückstagebuch kann dir dabei helfen auch Momente die bereits länger zurückliegen in Erinnerung zu rufen. Schwarze Notizbücher gibt es beispielsweise bei Amazon 
  9. Google deine Symptome. Dein Auge zuckt? Dein Rücken tut weh? Ein Stechen im Knie? Dr. Google hilft dir weiter. Google beispielsweise nach „Stechen im Knie gefährlich?“ „Augen zucken Erblindung?“. Poste deine Symptome auf gutefrage.net und melde dich in Foren an um dich mit unerfahrenen Halbwissenden auszutauschen.